«gestrandet» in Langrickenbach

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Die Jungscharen der Kirchgemeinden Tägerwilen-Gottlieben, Kemmental und Ermatingen verbrachten die erste Sommerferienwoche unter dem Motto «gestrandet» – ein erlebnisreiches Camp am Waldrand bei Langrickenbach.
Elsbeth Müller
Über 70 Kinder der 1. bis zur 7. Klasse verbrachten mit 30 Leiter eine spannende Lagerwoche im Zelt-Camp. Nach dem am Samstag das Team den grossen Sarasani, das Küchenzelt sowie das Materialzelt aufgebaut hatten, konnte am Sonntag das abenteuerliche Lager für die Kinder beginnen.

Mit dem Zug ging die Reise los von Tägerwilen nach Güttingen. Da wurden sie in verschiedene Altersgruppen eingeteilt und die verschiedenen Kennenlernspiele begannen. In dieser Gruppe wurde die ca. 1 Stündige Wanderung zum Camp-Platz in Angriff genommen. Dann hiess es erst mal das Zelt aufzubauen und sich gemütlich mit dem Schlafsack einzurichten. Es war ein schöner sommerlicher Sonntag und auch der Montag sah wettermässig vielversprechend aus. So konnten wir das vorbereitete Programm wie geplant starten.

Der Tag begann für die Kinder mit der Tagwache um 8.00 Uhr. Danach gab es ein feines Frühstück mit täglich frischen Brötli, die zubereitet und geliefert wurden vom legendären Ruedi. Ohne ihn können wir uns ein Camp gar nicht mehr vorstellen. Jeden Vormittag stellten verschiedene Leiter ihren Input mit einem geistlichen Thema vor. Verschiedene Punkte wurden thematisiert, z.B. «auf der Spur des Glaubens», «Gott ist der Architekt des Lebens», «Nächstenliebe» und viele mehr. In den Zeltgruppen wurde das Thema jeden Tag altersspezifisch vertieft. Natürlich haben die Kinder auch viele fröhliche Lieder gesungen, die von einer kleinen Band mit Keyboard, Gitarre und Ukulele begleitet wurden. Beim Sackmesser-Test konnten die Kinder das Wissen erlernen, wie man Feuer in der Natur macht, ein Zelt mit Blachen aufbaut, verschiedene Knoten und alles was es halt so braucht für ein Camp in der Natur.

Viele Gemeinschaftsspiele und Gelände-Games füllten den Nachmittag und Abend aus. Natürlich hatten die Kinder auch freie Zeit. Die einen nutzten sie, um in ihren Zelten abzuhängen, zu schnitzen oder Fussball zu spielen. Auch das Lagerfeuer mitten im Camp-Platz brannte fast rund um die Uhr. Da musste immer wieder Holz gesammelt und nachgelegt werden.

Leider kippte das Wetter und es regnete ab Dienstag jeden Tag, teilweise mit heftigem Gewitter. Unsere Zelte waren dicht und in den Schlafsäcken hatte es alle schön warm. Die Stimmung im Camp kippte ‘Gott sei Dank’ überhaupt nicht. Da wir das Wetter nicht ändern konnten, wurde ganz einfach der Tagesablauf und die Planung angepasst. Gruppespiele, Kochen über dem Feuer, verschiedene Workshops, wurde angeboten und die Gemeinschaft untereinander und mit Jesus wurde gepflegt.

Der Boden vom Camp-Platz glich Ende der Woche einem matschigen Schlammfeld, so dass am Samstag die Eltern schmutzige jedoch glückliche Kinder wieder in Empfang nehmen konnten. Das Team wurde nach einer anstrengenden Woche nochmals gefordert. Alle Blachen und Zelte mussten zum Trocknen aufgehängt werden. Wir erlebten in diesem Camp eine geniale Zeit mit den Kindern und mit dem gesamten Leiterteam. Jesus war in unserer Mitte und bewahrte das Camp von Unfällen und Hagel, worüber wir sehr dankbar sind.

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Kids Camp im Sommer 2022.

Elsbeth Müller, Jugendarbeit
Kirchgemeinde Ermatingen